23.-26. September 2015 in Salzburg (Österreich)
„Hospitaltypen und Krankenhäuser im Alpenraum in der Neuzeit”

21 Symposium Muehldorf 1In der Zeit vom 23. bis 26. September 2015 kam die Deutsche Gesellschaft für Krankenhausgeschichte zu ihrem 21. Symposium in Salzburg zusammen. Am ersten Tag besuchten wir das ehemalige St.-Johann-Spital (heute Universitätsklinikum), den Nachmittag verbrachten wir mit einem Rundgang in der Weltkulturerbe-Stadt, u. a. sahen wir das sogenannte Leprosen- oder Siechenhaus, das mittelalterliche Bürgerspital und Bruderhaus sowie das Denkmal des weltberühmten Arztes Paracelsus. Als zusätzlicher Höhepunkt stand am Abend ein Besuch hinter den Kulissen des Festspielhauses am Programm.

Der folgende Tag führte in die bayerische Stadt Mühldorf am Inn, bis 1802 salzburgische Exklave, wo uns der dortige Archivar, Mag. Edwin Hamberger, mit den historischen Sehenswürdigkeiten vertraut machte. Das am Ausgang der Stadt gelegene ehemalige Bürgerspital und Seniorenheim blieb unter anderem durch die im Jahr 2015 besonders drängende Flüchtlingsnot in Erinnerung.

Freitags fuhren wir nach St. Veit im Pongau, um dort durch die ehemalige Lungenheilanstalt Grafenhof geführt zu werden, die einst auch Aufenthaltsort des berühmten Schriftstellers Thomas Bernhard war. Das Seelackenmuseum ist u. a. besonders diesem Autor gewidmet. Abends konnten wir an der Universität Salzburg noch einen beeindruckenden Vortrag durch den Thomas-Bernhard-Biografen Manfred Mittermayer hören, der über die Krankheiten des Schriftstellers referierte.

21 Symposium OesterreichDie Vorträge am Seminartag fanden am Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg statt, wobei sich die erste Sektion den Referaten der Förderpreisträgerinnen (Marie Ulrike Jaros und Alexandra Druzynski v. Boetticher) widmete. Martin Scheutz (Wien), Fritz Dross (Erlangen) und Robert Schwarz (Salzburg) sprachen zur Thematik Pestspitäler und Leprosorien. In der zweiten Sektion referierten zur Frage der Hospitäler und Hospitaltypen Sarah Pichlkastner (Wien), Iris Ritzmann (Zürich) und Carlos Watzka (Graz). Am Nachmittag standen neuzeitliche Heil- und Krankenanstalten im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Neben Christina Vanja (Kassel) diskutierten die Organisatorin des wissenschaftlichen Symposiums, Sabine Veits-Falk, und der Organisator Alfred Stefan Weiß ihre fachlichen Themen. Vor Ort wurden wir in angenehmer Atmosphäre von Mag. Barbara Hufnagl betreut.


21. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Krankenhausgeschichte e.V., 23.09.2015 – 26.09.2015 Salzburg (in: H-Soz-Kult, 27.11.2015)

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